Eine Kapelle für das Centre Damien in Benin in Agonsoudja

 

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Missio Luxemburg unterstützt über das Werk der Glaubensverbreitung (Oeuvre de la Propagation de la Foi) pro Jahr verschiedene Projekte in den 1350 ärmsten Diözesen der Welt. 2015 konnten wir die stolze Summe von  an 4 Diözesen weitergeben dank der grosszügigen Spenden. In den kommenden 2 Jahren leistet Missio Luxemburg einen Beitrag zum Bau der Kapelle  in der Cité Damien im Dorf Agonsoudja in Benin.

Diese Kapelle soll das Herzstück der Cité Damien werden. Von diesem Platz  aus soll die Arbeit mit und für die Kinder ausgehen. Der heilige Damian von Molokaï, ein Bruder aus der Kongregation der Gemeinschaft Sacrés-Cœurs de Jésus et de Marie, Apostel der Leprakranken, zog seine Energie, seine Kreativität und sein Durchhaltevermögen aus den Worten und dem Leben Christi. Auf die gleiche Weise möchte auch die Cité Damien ihre Arbeit auf gute Werke und Kontemplation ausrichten.

Die Kapelle ist als Ort des Gebets und der Meditation für alle Freiwilligen, Angestellten, Kinder, Animateure und Besucher gedacht, die dort Gott ihre Freuden und Schmerzen mitteilen möchten.

CDM-Aout2016-404Da die Kapelle schon beim Betreten des Geländes über den Haupteingang gut zu sehen ist, ist sie leicht erreichbar und liegt trotzdem ein bisschen im Hintergrund, um so einen Rahmen zu bieten, der auch zur Meditation einlädt.  Die Kapelle ist schön in die Natur in der Umgebung integriert und wird in einem Land, dessen religiöses Leben nicht in allen Fällen eine Rückbesinnung auf die eigene Person zulässt, zur Förderung der Kultur des Schweigens beitragen. Eine aus ehrenamtlichen Mitarbeitern zusammengeschlossene  Laienbewegung des Heiligen Damian wird sich mit Unterstützung von Priestern um die spirituellen Angebote in der Kapelle kümmern.

Die Kapelle ist auch als Ort des Feierns, aber auch der Begegnung und des Teilens gedacht. Die interkulturelle Dimension gehört dabei als integraler Bestandteil zur Cité Damien. Im Rahmen der Arbeit mit den Kindern kommt es unweigerlich zur Begegnung zwischen jungen Menschen aus Benin und aus Europa, die sich für eine begrenzte Zeit im Zentrum aufhalten. Der Glaube bietet Raum für diese Begegnungen, hilft Unterschiede zu überwinden, ja sogar Mauern der Verständnislosigkeit gegenüber seinem Nächsten einzureißen. Mit diesem Symbolgehalt bietet die Kapelle einen Raum, in dem man gemeinsam die Zukunft angehen kann.

“ Wenn man etwas schaffen will, steht zuerst einmal der Rohbau an: Wir brauchen Ziegel aus rotem Lehm, viele Lastwagen voll Sand und Kies, tonnenweise Eisen und Stahl, einen Dachstuhl aus Holz, Dachziegel… Erst dann geht es an den Innenausbau: Verlegung der elektrischen Leitungen, Bau der Sanitäranlagen, die Räumlichkeiten müssen gestrichen sowie mit einem Altar, Holzbänken und allen erforderlichen Möbeln ausgestattet werden. Unsere Kapelle ist damit das Ergebnis der Kreativität all derjenigen, die sich bei der architektonischen Gestaltung  einbringen, sie kann dank der Fachkenntnisse der Arbeiter und Handwerker aus Benin und der Spenden entstehen, die wir alle – hier bei uns oder vor Ort – zusammengetragen haben. Es ist ein echtes Gemeinschaftswerk!, so Domitille, die zur Zeit als Verantwortliche im Centre Damien tätig ist.

Das Centre Damien hat finanzielle Hilfen in Höhe von 50.000€ beantragt, um die Arbeiten in Angriff nehmen zu können. Missio Luxemburg war im Februar 2106 vor Ort um sich von der Weiterentwicklung des Projektes zu überzeugen und wird auch weiterhin enge Verbindungen zum Centre Damien unterhalten.

Plan de situation : le Centre Damien, quand il sera achevé, avec la chapelle en haut à droite